Plakat_18

[18.Programm]

„Casino Sozial“

 

Casino Sozial Die Tore Europas sind weit geöffnet und sie laden uns ein, dass Casino Sozial zu betreten. Doch anstatt die Schwelle zu überschreiten, reagieren wir betreten, wenn unser Geld zwischen offenen Grenzen verteilt wird. Was bleibt dem Bürger? Der Bürger soll sparen und Kürzungen in Kauf nehmen. Kein Wunder also, dass ihm auch das letzte „r“ gestrichen und er fortan auf Bürge-Rechte reduziert wird. So bürgen wir für Europa und das Glücksrad entscheidet, wohin der Euro wandert. Nur Vokale um aufzuschreien, können wir nicht mehr kaufen. Darum rollt die Kugel weiter, bis wir uns selbige geben können. Denn bei dieser Art des russischen Roulettes, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Rubel uns überrollt.

Schon früh lernten wir die Weisheit, dass, wer den Pfennig nicht ehrt, den Taler nicht wert sei. Kein Wunder also, dass wir ihn abgeschafft haben. Und jetzt zahlen wir halt die Sicherheit für andere. Aber wer verpflichtet uns dazu? Singen wir nicht aus voller Brust „Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand“ und fragen uns, warum vom Geld dabei nie die Rede war? Trotzdem blechen wir das Pfand! Nur, dass wir am Ende nichts zurückbekommen, auch wenn die Flaschen restlos leer sind. Das hat man davon, wenn die Falschen am Rad drehen. Doch wer hat den Dreh raus, ohne dass ihm schwindelig wird? So landet die Kugel schließlich zwischen rot und schwarz, die sich rund um die drohende Null formieren.

Was bleibt uns da zu tun? Die Bürgschaft besiegeln mit dem Dolche im Gewande und den Tyrannenmord begehen? Wie es schillernd und lyrisch geschrieben steht? Nur wie erdolcht man das System, in das uns die Spielbanken der Welt geführt haben? Wenn die Banken mit unserem Geld spielen, können wir nur zuschauen und uns die Glücksbringer wünschen, die wir brauchen. Schweine gibt es genug und auch der Schornsteinfeger kann uns gestohlen bleiben. Denn der ist schwarz und dreckig, wie das Kabinett. Und wenn uns auch der Glückspilz leicht schimmlig erscheint, so kann man daraus bekanntlich Penicillin machen, was am Ende vielleicht die Heilung verspricht.

Also ergeben wir uns dem Glück? Denn Glück bedeutet Schicksal, dass nicht in unserer Hand liegt. Denn scheinbar entscheiden andere in schicken Sälen über die Zukunft Europas. Bis dann die gezinkten Würfel gefallen sind und wir unseren Kummer nur noch in der Kneipe „Zum lustigen Z?oty“ ertränken können. Wenn wir denn dann noch Geld haben!

Rien ne va plus.

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